Manch kleine Residualien wollen sich partout nicht aus dem Hirn nicht vertreiben lassen.
So geschehen zuletzt bei jenem unauffälligen Bonmot von Jasmin.
Da sich natürlich der Hirnwurm nicht ordnungsgemäß auf den gestrigen Heimweg terminieren ließ, sei ihm jetzt, hier und heute der nötige Respekt erwiesen.
Ein weniglich der Blödelei, Fortsetzung nicht ausgeschlossen. (Und ja, ich weiß ob der nicht Busch-gemäßen Reimschmiererei. Aber das Versmaß passt!)
Oh Twitterstream, oh Twitterstream,
Wie sehr ich dich doch schätze.
Du glühst nicht nur zur Tageszeit,
Nein auch des Nachtens, selbst wenns schneit.
Oh Twitterstream, oh Twitterstream,
Wie gern ich dich vernetze.
Oh Twitterstream, oh Twitterstream,
dir fehlt auch keine Pointe.
Links naht ein Hashtag, rechts ein Meme
Du hast noch jeden Storm verzieh'n.
Oh Twitterstream, oh Twitterstream,
selbst wenn ich sie versäumte.
Donnerstag, 21. November 2013
Samstag, 16. November 2013
Premiere: Mein erstes Barcamp - Hamburg 2013
Was genau ist eigentlich ein Barcamp? Was für Leute treffen sich da? Was machen die da? Und wie ist das überhaupt, dabei zu sein, vielleicht sogar mitzumachen?
Letzteres erübrigt sich, wenn man erstmal begriffen hat, was ein Barcamp ausmacht - eben keine Frontalvorträge sondern ausschließlich "Mitmach-Runden", in denen Diskussionen ausdrücklich erwünscht sind.
Ich war letztes Jahr zwar auf der re:publica, aber ob das hier ähnlich werden würde oder anders - wer weiß? Retroperspektiv gesehen steht und fällt das meiner Meinung nach mit den Leuten, die du treffen kannst.
Nach zarter Verspätung gerade noch rechtzeitig zur Sessionplanung ankommend ließ ich mich also zuerst davon beeindrucken, was die zuhauf Anwesenden so alles an Vorschlägen für die verschiedenen Sessions hatten, die sie kurz auf der Bühne vorstellten (Fachjargon: pitchen.). Per Handzeichen wurde das Interesse bekundet, und direkt danach ging mit dem/r nächsten weiter.

Als eher schüchtern-startender Charakter war also das "Barcamp for Beginners" genau der richtige Einstiegspunkt für mich, auch wenn ein weiterer Vorschlag bzgl. "autoerotischer Unfälle" von einer Urologin ebenfalls reichlich ungewöhnlich und daher interessant klang.
Die Geschichte der Barcamps war interessant, und schnell stellte sich heraus, dass die Schüchternheit für Newbies was ziemlich normales angesichts der scheinbaren Tatsache ist, dass sich alle zu kennen scheinen (nur man selbst ist natürlich ein Inselchen). Fazit: Bloß keine Scheu, alles total easy, das gesamte Event ist zu Fragen da - und zwar egal wen. Irgendwer wird schon wen kennen, der wen kennt, die die Antwort weiß...
Nach kurzer Mittagspause im Azubikreis (schließlich war mein Arbeitgeber auch ein Sponsor der Veranstaltung und der Räumlichkeiten [PS: Danke, OTTO! <3]) ging es für mich weiter mit dem KrisenPRCamp, das unter anderem die Herausforderungen spezifisch für die SocialMedia-Kanäle in den Vordergrund stellte und auf die unterschiedlichen Möglichkeiten verschiedener Organisationsstrukturen einging. Fazit: Weder Marketing noch die Rechtsabteilung sind perfekt geeignete Reaktionsredakteure, wenn's darum geht, dem Kunden auf Augenhöhe zu begegnen (egal auf welchem SocialMedia-Kanal).
Zwischendrin: Kaffee und Kuchen mit teils noch von der re:publica bekannten Gesichtern und einer ganz leicht im Vorbereitungstunnel befindlichen @Lestoire, die erst nach ihrer ersten Barcamp-Session mitschnitt, dass ich ich bin (wir hatten uns nämlich zum Kaffee verabredet).
Als nächstes ging's auch gleich in die Session von ihr und Rene, in der es darum ging, wie sehr sich die Welt verändern kann, wenn man einfach mal nur gelegentlich freundlich ist. (Prominenter Gegenspieler aus dem Publikum war übrigens @mthie, der sich schlussendlich zu einer "Gegensession" am nächsten Tag überreden ließ) These: Grüß doch einfach mal freundlich deine Bäckereifachverkaufskraft! (Gegenthese: Grüß doch einfach mal in der S-Bahn und versuch, dabei nichts als Psycho abgestempelt zu werden.) Fazit: Freundlich sein ist gut, Direktheit schadet auch nicht.
Gleich danach folgte für mich noch eine Session von Nina Diercks, die als namensgebender Teil von Dirks&Diercks (und ebenfalls Sponsor - danke!) sich - naheliegenderweise - über juristische Fallstricke im Social-Media-Bereich ausließ. Anhand der Kleinteiligkeit (Impressumspflicht auf Facebook-Seiten - und mobil, Äußerungen im Netz über Arbeitgeber oder dessen Angebote - und die unterschiedlichsten Urteile dazu) erschließt sich mir nicht, warum man sich derart verbiegen muss, um irgendwie Rechtskonformität (je nach Instanz und Ort) zu erzeugen. Fazit: Klingt alles sehr verdreht, auch wenn Nina vergleichsweise menschlich zu sprechen vermochte und nicht im Juristenslang versank.

Das zarte Störgefühl meinerseits war dann auch gleich Gesprächsthema im sich anschließenden Plausch, in dem es sich zentral um folgende Frage drehte: Ist ein Netzwerk, dessen offene Architektur zum freien Austausch von Wissen konzipiert wurde, die richtige Basis, um wirtschaftliche Begehrlichkeiten mit all dem juristischen Folgekrams rundum abzubilden? (Dazu werde ich mich wahrscheinlich mal in einem separaten Blogpost auslassen.)
Abschließend für Tag 1 stand noch Powerpoint-Karaoke auf dem Plan. Etwas, was ich bis dahin noch nicht kannte, aber nicht mehr missen möchte: Halte einfach mal spontan einen Vortrag zu einem Foliensatz, den du überhaupt nicht kennst!

...und das war alles erst Tag eins. (Dabei hab ich noch mit keinem Wort die Diskussionsrunden rund um "Penis", Godwyns Law oder die EU erwähnt, die ich noch so erlebte.)
Am Samstag kam ich zur Abwechslung bereits zum Frühstück pünktlich an (Diesmal kein Pferdekucken mit'm Nachwuchs). Nach Pfeffer mit Rührei ging es direkt weiter in die Sessionplanung, die (wohl im Gegensatz zum letzten Jahr) erneut sehr gut besucht war - trotz der Morgenstund für die Feierfraktion also.

Als erstes gab @mthie sein Kontra zum "Freundlichsein" vom Vortag - Und titulierte sich selbst ein Arschloch. Fazit: Dumme Menschen machen mein Nervenkostüm dünn, deswegen bin ich lieber Arschloch als scheinheilig.

Weil mein Kopf langsam zu schwirren anfing, nahm ich mir nach der Session erst mal eine Auszeit und schrub stichwortartig nieder, was sich in meinem Kopf in den letzten so angesammelt hatte - quasi das Gerippe dieses Posts hier.
Nachdem dies länger dauerte als geplant, ging ich statt in die geplante Security-Session mit fukami zu einer Weinverkostung mit Anke und Volker - die sich über den Zeitraum von zwei Sessions erstreckte, aber statt der geplanten 6 zur verkostenden Weine gerade mal 3 schaffte. Gab schlicht zu viel über Anbaumethodiken, Rebsorten, unterschiedliche Länder mit unterschiedlichen Anbauarten, Prädikatsstufen, Geschmäcker und Geschichten, wie man zum Wein kam, zu berichten. (Insofern bin ich auch gar nicht mehr so verärgert über mich selbst, weil ich 3 eigene Weine vorbereitet hatte - und zuhause stehenließ.) Ich unterstütze daher explizit die Idee, dass die Session ein gesetztes Thema jedes Jahr wird - oder sogar über die gesamte Laufzeit explizit als "foodstream" durchläuft.
Kurzer Kaffee, weiter ging's - "Meine DM kam nicht von mir", wieder von fukami, der (für technisch unversierte vermutlich sehr fix) DNS, IPv6 und Bonjour durchdeklinierte und aufzeigte, warum mit der Erweiterung des Adressraums des Internets ganz neue, mögliche Angriffsmöglichkeiten geschaffen werden, die auch das Abfangen aktuell verschlüsselter Kommunikation (z.B. via WPA2) grundsätzlich ermöglicht. Von den Schwachstellen wie Zertifikatsgebern und Co. mal ganz abgesehen.
Wegen großer Nachfrage lief schließlich auch am zweiten Tag nochmals die Session zu den autoerotischen Unfällen - die sich (diesmal mit noch mehr Publikum als beim Erstdurchlauf) nicht nur Morbus Kobold, sondern auch ganz anderen abwegigen Interessen bevorzugt älterer Männer an Feiertagen widmete - Thermometer, Drähte, Maden und Gabeln in Harnröhren; Billardkugeln, Zucchini oder Vibratoren ins Rektum zu befördern... wtf?
Kurz: Ein eher unterhaltsamer Schluss einer unglaublich intensiven, informativen und erfreulichen Erfahrung namens Barcamp. Und die Essenz ist das hier:

Ich möchte schließen mit einem Zitat: "Schönen Feierabend!"
PS: Einen lieben Gruß und ein dickes Dankeschön! an der Stelle an die Unmenge von Leuten, mit denen ich derart viel Spaß und interessante Gespräche hatte: @fukami, @lestoire, @scottytm, @abknicker, @mileonnet, @renehamburg, @mthie, @rosine_bictoria, @littlejamie, @franks, @moeglichewelten, @volkermampft, @misskenzita, @kaorime, @itbibi, @diehauteculture, @realcaropedia, @kurzundknapp, @moeffju, @manumarron, die twitterlose Katharina und allen, die ich in dieser Erinnerungsaufzählung grad ungewollt erfolgreich verdrängt habe - ihr wart mein #bchh13! <3
Update: Da existieren bereits erste Reviews, die ich an der Stelle noch gern verlinken würde: Sowohl Sabine als auch Rene haben ihre Eindrücke geschildert. Und den Link zu den Sessionplänen von Freitag und Samstag passen auch an diese Stelle.
Letzteres erübrigt sich, wenn man erstmal begriffen hat, was ein Barcamp ausmacht - eben keine Frontalvorträge sondern ausschließlich "Mitmach-Runden", in denen Diskussionen ausdrücklich erwünscht sind.
Ich war letztes Jahr zwar auf der re:publica, aber ob das hier ähnlich werden würde oder anders - wer weiß? Retroperspektiv gesehen steht und fällt das meiner Meinung nach mit den Leuten, die du treffen kannst.
Nach zarter Verspätung gerade noch rechtzeitig zur Sessionplanung ankommend ließ ich mich also zuerst davon beeindrucken, was die zuhauf Anwesenden so alles an Vorschlägen für die verschiedenen Sessions hatten, die sie kurz auf der Bühne vorstellten (Fachjargon: pitchen.). Per Handzeichen wurde das Interesse bekundet, und direkt danach ging mit dem/r nächsten weiter.
Als eher schüchtern-startender Charakter war also das "Barcamp for Beginners" genau der richtige Einstiegspunkt für mich, auch wenn ein weiterer Vorschlag bzgl. "autoerotischer Unfälle" von einer Urologin ebenfalls reichlich ungewöhnlich und daher interessant klang.
Die Geschichte der Barcamps war interessant, und schnell stellte sich heraus, dass die Schüchternheit für Newbies was ziemlich normales angesichts der scheinbaren Tatsache ist, dass sich alle zu kennen scheinen (nur man selbst ist natürlich ein Inselchen). Fazit: Bloß keine Scheu, alles total easy, das gesamte Event ist zu Fragen da - und zwar egal wen. Irgendwer wird schon wen kennen, der wen kennt, die die Antwort weiß...
Nach kurzer Mittagspause im Azubikreis (schließlich war mein Arbeitgeber auch ein Sponsor der Veranstaltung und der Räumlichkeiten [PS: Danke, OTTO! <3]) ging es für mich weiter mit dem KrisenPRCamp, das unter anderem die Herausforderungen spezifisch für die SocialMedia-Kanäle in den Vordergrund stellte und auf die unterschiedlichen Möglichkeiten verschiedener Organisationsstrukturen einging. Fazit: Weder Marketing noch die Rechtsabteilung sind perfekt geeignete Reaktionsredakteure, wenn's darum geht, dem Kunden auf Augenhöhe zu begegnen (egal auf welchem SocialMedia-Kanal).
Zwischendrin: Kaffee und Kuchen mit teils noch von der re:publica bekannten Gesichtern und einer ganz leicht im Vorbereitungstunnel befindlichen @Lestoire, die erst nach ihrer ersten Barcamp-Session mitschnitt, dass ich ich bin (wir hatten uns nämlich zum Kaffee verabredet).
Als nächstes ging's auch gleich in die Session von ihr und Rene, in der es darum ging, wie sehr sich die Welt verändern kann, wenn man einfach mal nur gelegentlich freundlich ist. (Prominenter Gegenspieler aus dem Publikum war übrigens @mthie, der sich schlussendlich zu einer "Gegensession" am nächsten Tag überreden ließ) These: Grüß doch einfach mal freundlich deine Bäckereifachverkaufskraft! (Gegenthese: Grüß doch einfach mal in der S-Bahn und versuch, dabei nichts als Psycho abgestempelt zu werden.) Fazit: Freundlich sein ist gut, Direktheit schadet auch nicht.
Gleich danach folgte für mich noch eine Session von Nina Diercks, die als namensgebender Teil von Dirks&Diercks (und ebenfalls Sponsor - danke!) sich - naheliegenderweise - über juristische Fallstricke im Social-Media-Bereich ausließ. Anhand der Kleinteiligkeit (Impressumspflicht auf Facebook-Seiten - und mobil, Äußerungen im Netz über Arbeitgeber oder dessen Angebote - und die unterschiedlichsten Urteile dazu) erschließt sich mir nicht, warum man sich derart verbiegen muss, um irgendwie Rechtskonformität (je nach Instanz und Ort) zu erzeugen. Fazit: Klingt alles sehr verdreht, auch wenn Nina vergleichsweise menschlich zu sprechen vermochte und nicht im Juristenslang versank.
Das zarte Störgefühl meinerseits war dann auch gleich Gesprächsthema im sich anschließenden Plausch, in dem es sich zentral um folgende Frage drehte: Ist ein Netzwerk, dessen offene Architektur zum freien Austausch von Wissen konzipiert wurde, die richtige Basis, um wirtschaftliche Begehrlichkeiten mit all dem juristischen Folgekrams rundum abzubilden? (Dazu werde ich mich wahrscheinlich mal in einem separaten Blogpost auslassen.)
Abschließend für Tag 1 stand noch Powerpoint-Karaoke auf dem Plan. Etwas, was ich bis dahin noch nicht kannte, aber nicht mehr missen möchte: Halte einfach mal spontan einen Vortrag zu einem Foliensatz, den du überhaupt nicht kennst!
...und das war alles erst Tag eins. (Dabei hab ich noch mit keinem Wort die Diskussionsrunden rund um "Penis", Godwyns Law oder die EU erwähnt, die ich noch so erlebte.)
Am Samstag kam ich zur Abwechslung bereits zum Frühstück pünktlich an (Diesmal kein Pferdekucken mit'm Nachwuchs). Nach Pfeffer mit Rührei ging es direkt weiter in die Sessionplanung, die (wohl im Gegensatz zum letzten Jahr) erneut sehr gut besucht war - trotz der Morgenstund für die Feierfraktion also.
Als erstes gab @mthie sein Kontra zum "Freundlichsein" vom Vortag - Und titulierte sich selbst ein Arschloch. Fazit: Dumme Menschen machen mein Nervenkostüm dünn, deswegen bin ich lieber Arschloch als scheinheilig.
Weil mein Kopf langsam zu schwirren anfing, nahm ich mir nach der Session erst mal eine Auszeit und schrub stichwortartig nieder, was sich in meinem Kopf in den letzten so angesammelt hatte - quasi das Gerippe dieses Posts hier.
Nachdem dies länger dauerte als geplant, ging ich statt in die geplante Security-Session mit fukami zu einer Weinverkostung mit Anke und Volker - die sich über den Zeitraum von zwei Sessions erstreckte, aber statt der geplanten 6 zur verkostenden Weine gerade mal 3 schaffte. Gab schlicht zu viel über Anbaumethodiken, Rebsorten, unterschiedliche Länder mit unterschiedlichen Anbauarten, Prädikatsstufen, Geschmäcker und Geschichten, wie man zum Wein kam, zu berichten. (Insofern bin ich auch gar nicht mehr so verärgert über mich selbst, weil ich 3 eigene Weine vorbereitet hatte - und zuhause stehenließ.) Ich unterstütze daher explizit die Idee, dass die Session ein gesetztes Thema jedes Jahr wird - oder sogar über die gesamte Laufzeit explizit als "foodstream" durchläuft.
Kurzer Kaffee, weiter ging's - "Meine DM kam nicht von mir", wieder von fukami, der (für technisch unversierte vermutlich sehr fix) DNS, IPv6 und Bonjour durchdeklinierte und aufzeigte, warum mit der Erweiterung des Adressraums des Internets ganz neue, mögliche Angriffsmöglichkeiten geschaffen werden, die auch das Abfangen aktuell verschlüsselter Kommunikation (z.B. via WPA2) grundsätzlich ermöglicht. Von den Schwachstellen wie Zertifikatsgebern und Co. mal ganz abgesehen.
Wegen großer Nachfrage lief schließlich auch am zweiten Tag nochmals die Session zu den autoerotischen Unfällen - die sich (diesmal mit noch mehr Publikum als beim Erstdurchlauf) nicht nur Morbus Kobold, sondern auch ganz anderen abwegigen Interessen bevorzugt älterer Männer an Feiertagen widmete - Thermometer, Drähte, Maden und Gabeln in Harnröhren; Billardkugeln, Zucchini oder Vibratoren ins Rektum zu befördern... wtf?
Kurz: Ein eher unterhaltsamer Schluss einer unglaublich intensiven, informativen und erfreulichen Erfahrung namens Barcamp. Und die Essenz ist das hier:
Ich möchte schließen mit einem Zitat: "Schönen Feierabend!"
PS: Einen lieben Gruß und ein dickes Dankeschön! an der Stelle an die Unmenge von Leuten, mit denen ich derart viel Spaß und interessante Gespräche hatte: @fukami, @lestoire, @scottytm, @abknicker, @mileonnet, @renehamburg, @mthie, @rosine_bictoria, @littlejamie, @franks, @moeglichewelten, @volkermampft, @misskenzita, @kaorime, @itbibi, @diehauteculture, @realcaropedia, @kurzundknapp, @moeffju, @manumarron, die twitterlose Katharina und allen, die ich in dieser Erinnerungsaufzählung grad ungewollt erfolgreich verdrängt habe - ihr wart mein #bchh13! <3
Update: Da existieren bereits erste Reviews, die ich an der Stelle noch gern verlinken würde: Sowohl Sabine als auch Rene haben ihre Eindrücke geschildert. Und den Link zu den Sessionplänen von Freitag und Samstag passen auch an diese Stelle.
Freitag, 8. November 2013
Montag, 4. November 2013
Service, Ausführung 'Spezial' mit der Impag GmbH und GLS
Es klingelt.
Der GLS-Mann steht vor der Tür, einen großen Schlitten in einer Plastiktüte in der Hand. Ziemlich überrascht nimmt meine Holde die Lieferung entgegen. Ein Telefonat später stellt sich heraus: Die Schwiegereltern haben das geplante Weihnachtsgeschenk vorab direkt zustellen lassen, da sie mit dem Zug anreisen wollen.
Dumm nur, dass wir bereits einen Schlitten besorgt haben. Und bei aller Liebe und dem beschränkten Platzangebot im Haus ohne Keller: Zwei Schlitten sind einer zu viel.
Da wir nicht die Auftraggeber sind und folglich auch weder Rechnung noch Rücksendeschein erhalten haben, bitte ich die Impag GmbH um die Zustellung eines Retourenscheins für das gute Stück.
"...Von: (Uns)>
An: <service@impag-shop.de>
Betreff: Rücksendung Lieferschein Nr 12345 (Schlitten Davos)
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bitten um Rückgabe des unter o.g. Lieferscheinnummer zugestellten
"Holzschlitten DAVOS + Lehne".
Bitte organosieren Sie die Abholung des Artikels und lassen Sie uns ggf.
einen Retourenbeleg zukommen, damit wir den Artikel entsprechend
deklarieren können.
Mit Mit freundlichen Grüßen,
..."
Die Antwort kommt fix:
"...Guten Tag,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Anbei senden wir Ihnen die Retourenquittung und den Rücksendeschein für das Paket.
Bitte befestigen Sie den Retourenaufkleber auf dem Paket. So ist gewährleistet, dass die Rücksendung für Sie kostenlos ist.
Gerne senden wir Ihnen einen Link zur Suche für den GLS Shop in Ihrer Nähe zu:
http://www.gls-group.eu/276-I-PORTAL-WEB/content/GLS/DE03/DE/5006_gls_germany_paket_shop_suche.htm
Bei weiteren Fragen können Sie uns gerne kontaktieren.
Vielen Dank.
Freundliche Grüße
Impag Vertriebs-GmbH
(...Frau M.)
- Verkaufsleitung -"
OK, denke ich, GLS also. Rufste mal an.
"Was? Abholung? Machen wir nich."
Das war unmissverständlich. Aber den "Service" bin ich ja nun inzwischen von GLS gewohnt, weswegen ich darauf achte, nichts mehr mit dieser zweifelhaften Firma ausliefern zu lassen.
Also nochmal ein Versuch bei der Impag GmbH:
"...Sehr geehrte Frau M.,
vielen Dank für Ihre Mail. Den Rücksendeschein werden wir am Paket befestigen. Bitte veranlassen Sie eine entsprechende Abholung.
Mit freundlichen Grüßen,
..."
Wieder eine fixe Antwort:
"...Guten Tag,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Innerhalb von Deutschland können wir keine Abholungen vornehmen. Bitte schauen Sie einmal anhand des Links, wo sich der nächste Paketshop in Ihrer Nähe befindet.
Bei weiteren Fragen können Sie uns gerne kontaktieren.
Vielen Dank.
Freundliche Grüße
Impag Vertriebs-GmbH
(Frau M.)
- Verkaufsleitung -"
OK, ich hole also aus und bitte um Verständnis für unsere Situation. Vielleicht ist Deutschland ja doch nicht so eine Servicewüste, wie es gern gescholten wird.
"...Sehr geehrte Frau M.,
der nächste Paketshop befindet sich in ca. 10km Entfernung, wie Sie sicherlich selbst leicht recherchieren können. Wir haben weder ein Auto noch die Möglichkeit, den sehr großen Artikel mit einem Kinderwagen dorthin zu transportieren.
Wir bitten Sie daher erneut um Abholung des Artikels.
Mit freundlichenGrüßen,
..."
Die Antwort dauert nicht lang. Und die leicht geänderte Formulierung macht deutlich: Es wäre sehr wohl möglich, die Sendung abzuholen - nur eben 'nicht üblich':
"...Guten Tag,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Es tut uns leid, aber innerhalb von Deutschland sind keine Abholungen üblich. Dies werden Sie auch
bei anderen Online Plattformen wie zb. Amazon feststellen.
Bei weiteren Fragen können Sie uns gerne kontaktieren.
Vielen Dank.
Freundliche Grüße
Impag Vertriebs-GmbH
(Frau M.)
- Verkaufsleitung -"
Mir reichts. Auch bei Amazon ist eine Abholung nicht üblich, stimmt. Deren Standard-Dienstleister DHL jedoch hat erstens Zustellpunkte und -Möglichkeiten in fast jedem Ort und außerdem einen Außendienst, der das dann meistens trotzdem mitnehmen kann. Deswegen habe ich der netten Vertriebsleiterin noch einen kleinen Dankesbrief als Abschied spendiert.
"...Sehr geehrte Frau M.,
vielen Dank für Ihre Mail.
Bitte entschuldigen Sie unseren scheinbar unüblichen Wunsch. Wir werden einen Weg finden, wie wir die Rücksendung trotzdem ermöglichen können.
Wie Ihnen sicher nicht entgangen ist, sind wir nicht Auftraggeber der Bestellung, sondern lediglich die unglücklichen Empfänger, die zu Weihnachten jetzt zwei Schlitten hätten.
Unabhängig davon ist die von Ihnen an den Tag gelegte Serviceorientierung ein guter Grund, nicht nur garantiert die Rücksendung vorzunehmen, sondern auch entsprechende Rezensionen im Netz zu veröffentlichen.
Ferner wird sich dieser Schriftwechsel anonymisiert auf unserem Blog wiederfinden, um die Rezensionen mit Fakten zu unterlegen.
Rein betriebswirtschaftlich gesehen dürfte Sie die Auseinandersetzung im Schriftverkehr mindestens ebenso viel gekostet haben wie eine durchaus mögliche Abholung - von den Folgen der kommenden Veröffentlichungen ganz abgesehen. Das zu beurteilen und daraus Schlüsse zu ziehen überlassen wir Ihnen allerdings gern.
Wir wünschen Ihnen noch eine wundervolle Woche und ein wenig mehr Einfühlsamkeit im Umgang mit Kundenanliegen für die Zukunft.
Mit freundlichen Grüßen,
(Wir)"
Ich habe zwar noch keine Ahnung, wie wir das logistisch wuppen sollen, aber mir fällt schon noch was ein. Und wenn ihr mal einen Schlitten braucht: Kauft lieber bei Anbietern, deren Kunden nicht nur als betriebskostenoptimierte Geldquellen angesehen werden.
Der GLS-Mann steht vor der Tür, einen großen Schlitten in einer Plastiktüte in der Hand. Ziemlich überrascht nimmt meine Holde die Lieferung entgegen. Ein Telefonat später stellt sich heraus: Die Schwiegereltern haben das geplante Weihnachtsgeschenk vorab direkt zustellen lassen, da sie mit dem Zug anreisen wollen.
Dumm nur, dass wir bereits einen Schlitten besorgt haben. Und bei aller Liebe und dem beschränkten Platzangebot im Haus ohne Keller: Zwei Schlitten sind einer zu viel.
Da wir nicht die Auftraggeber sind und folglich auch weder Rechnung noch Rücksendeschein erhalten haben, bitte ich die Impag GmbH um die Zustellung eines Retourenscheins für das gute Stück.
"...Von: (Uns)>
An: <service@impag-shop.de>
Betreff: Rücksendung Lieferschein Nr 12345 (Schlitten Davos)
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bitten um Rückgabe des unter o.g. Lieferscheinnummer zugestellten
"Holzschlitten DAVOS + Lehne".
Bitte organosieren Sie die Abholung des Artikels und lassen Sie uns ggf.
einen Retourenbeleg zukommen, damit wir den Artikel entsprechend
deklarieren können.
Mit Mit freundlichen Grüßen,
..."
Die Antwort kommt fix:
"...Guten Tag,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Anbei senden wir Ihnen die Retourenquittung und den Rücksendeschein für das Paket.
Bitte befestigen Sie den Retourenaufkleber auf dem Paket. So ist gewährleistet, dass die Rücksendung für Sie kostenlos ist.
Gerne senden wir Ihnen einen Link zur Suche für den GLS Shop in Ihrer Nähe zu:
http://www.gls-group.eu/276-I-PORTAL-WEB/content/GLS/DE03/DE/5006_gls_germany_paket_shop_suche.htm
Bei weiteren Fragen können Sie uns gerne kontaktieren.
Vielen Dank.
Freundliche Grüße
Impag Vertriebs-GmbH
(...Frau M.)
- Verkaufsleitung -"
OK, denke ich, GLS also. Rufste mal an.
"Was? Abholung? Machen wir nich."
Das war unmissverständlich. Aber den "Service" bin ich ja nun inzwischen von GLS gewohnt, weswegen ich darauf achte, nichts mehr mit dieser zweifelhaften Firma ausliefern zu lassen.
Also nochmal ein Versuch bei der Impag GmbH:
"...Sehr geehrte Frau M.,
vielen Dank für Ihre Mail. Den Rücksendeschein werden wir am Paket befestigen. Bitte veranlassen Sie eine entsprechende Abholung.
Mit freundlichen Grüßen,
..."
Wieder eine fixe Antwort:
"...Guten Tag,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Innerhalb von Deutschland können wir keine Abholungen vornehmen. Bitte schauen Sie einmal anhand des Links, wo sich der nächste Paketshop in Ihrer Nähe befindet.
Bei weiteren Fragen können Sie uns gerne kontaktieren.
Vielen Dank.
Freundliche Grüße
Impag Vertriebs-GmbH
(Frau M.)
- Verkaufsleitung -"
OK, ich hole also aus und bitte um Verständnis für unsere Situation. Vielleicht ist Deutschland ja doch nicht so eine Servicewüste, wie es gern gescholten wird.
"...Sehr geehrte Frau M.,
der nächste Paketshop befindet sich in ca. 10km Entfernung, wie Sie sicherlich selbst leicht recherchieren können. Wir haben weder ein Auto noch die Möglichkeit, den sehr großen Artikel mit einem Kinderwagen dorthin zu transportieren.
Wir bitten Sie daher erneut um Abholung des Artikels.
Mit freundlichenGrüßen,
..."
Die Antwort dauert nicht lang. Und die leicht geänderte Formulierung macht deutlich: Es wäre sehr wohl möglich, die Sendung abzuholen - nur eben 'nicht üblich':
"...Guten Tag,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Es tut uns leid, aber innerhalb von Deutschland sind keine Abholungen üblich. Dies werden Sie auch
bei anderen Online Plattformen wie zb. Amazon feststellen.
Bei weiteren Fragen können Sie uns gerne kontaktieren.
Vielen Dank.
Freundliche Grüße
Impag Vertriebs-GmbH
(Frau M.)
- Verkaufsleitung -"
Mir reichts. Auch bei Amazon ist eine Abholung nicht üblich, stimmt. Deren Standard-Dienstleister DHL jedoch hat erstens Zustellpunkte und -Möglichkeiten in fast jedem Ort und außerdem einen Außendienst, der das dann meistens trotzdem mitnehmen kann. Deswegen habe ich der netten Vertriebsleiterin noch einen kleinen Dankesbrief als Abschied spendiert.
"...Sehr geehrte Frau M.,
vielen Dank für Ihre Mail.
Bitte entschuldigen Sie unseren scheinbar unüblichen Wunsch. Wir werden einen Weg finden, wie wir die Rücksendung trotzdem ermöglichen können.
Wie Ihnen sicher nicht entgangen ist, sind wir nicht Auftraggeber der Bestellung, sondern lediglich die unglücklichen Empfänger, die zu Weihnachten jetzt zwei Schlitten hätten.
Unabhängig davon ist die von Ihnen an den Tag gelegte Serviceorientierung ein guter Grund, nicht nur garantiert die Rücksendung vorzunehmen, sondern auch entsprechende Rezensionen im Netz zu veröffentlichen.
Ferner wird sich dieser Schriftwechsel anonymisiert auf unserem Blog wiederfinden, um die Rezensionen mit Fakten zu unterlegen.
Rein betriebswirtschaftlich gesehen dürfte Sie die Auseinandersetzung im Schriftverkehr mindestens ebenso viel gekostet haben wie eine durchaus mögliche Abholung - von den Folgen der kommenden Veröffentlichungen ganz abgesehen. Das zu beurteilen und daraus Schlüsse zu ziehen überlassen wir Ihnen allerdings gern.
Wir wünschen Ihnen noch eine wundervolle Woche und ein wenig mehr Einfühlsamkeit im Umgang mit Kundenanliegen für die Zukunft.
Mit freundlichen Grüßen,
(Wir)"
Ich habe zwar noch keine Ahnung, wie wir das logistisch wuppen sollen, aber mir fällt schon noch was ein. Und wenn ihr mal einen Schlitten braucht: Kauft lieber bei Anbietern, deren Kunden nicht nur als betriebskostenoptimierte Geldquellen angesehen werden.
Abonnieren
Posts (Atom)