Mittwoch, 28. Mai 2014

Eine von mehr als 6000 re:publicas - Teil 4/4

Bald drei Wochen ist es her, dass die re:publica 2014 ihr Ende im klassischen Bohemian Rhapsody fand. Zeit genug, um rückblickend zu schauen, ob und wenn ja was davon so prominent im Gedächtnis und in den Gefühlen blieb, dass es Auswirkungen auf das tägliche Handeln hat.

Doch bevor ich dazu komme, möchte ich noch die Zusammenfassung meines vierten Tages in Berlin, dem Tag 3 der #rp14 niederschreiben. Als Erinnerung, als Basis für Gespräche, als Reminiszenz an die Menschen, mit denen ich die Zeit in Berlin verbrachte.

Nach knapp fünf Stunden, inzwischen sichtlich gezeichnet vom Mangel an Schlaf, trudelte ich - diesmal mit akzeptablem Zeitrahmen und zwei Kaffee bewaffnet - in Klein Hamburg ein, um das Frühstück mit Ina und dem Gesangswunder Jenny einzunehmen.
Mit moderater Verzögerung und genügend Energie für das anstehende Programm eröffnete ich den Reigen der besuchten Sessions mit "#idpet – Wenn Partizipation und Grundrechte kollidieren." Reichlich Triggermaterial, ging es doch um den Missbrauch von Online-Petitionen zur Stimmungsmache gegen Minderheiten, bei dem das Recht auf freie Meinungsäußerung als Deckmantel für Hatespeech erster Güteklasse herhält.

[embed]https://www.youtube.com/watch?v=SuuDqdMeJn0[/embed]

Die Beispiele auf den Folien sprechen für sich. Empfindliche Gemüter sollten das Anschauen unter Umständen eventuell meiden.

Nach einigem Hin und Her in Bezug auf die Räume und Zeitslots durfte ich eine mir bis dato nur aus Twitter bekannten Person lauschen: Wibke Ladwig.

[embed]https://www.youtube.com/watch?v=VNCHKxpsAO4[/embed]

Der von ihr ausgerufene Hashtag #ponyhofgate sollte im Anschluss reichlich Verwendung finden, war doch die Stage 2 quasi bis auf den letzten Sitz gefüllt.

ponyhofgate

Ihre lebendige, frohe Art, ihr unbeschwerter Wortwitz und die positive Ausstrahlung sprangen direkt über - für mich ein <3 -Mensch auf den ersten Blick. (Selten wurde mir so schnell klar, warum meine Filterbubble auf Twitter so große Stücke auf jemanden hält.) Nächstes Jahr, liebe Wibke, mag ich dich bitte persönlich kennenlernen! :)
Ich kann euch nur empfehlen, den Vortrag in voller Länge zu genießen.

Euphorisiert von der Session wechselte ich zu Laura Dornheim und ihrem Beitrag über die "Todessternsünden" - einem Parallelvergleich der biblischen Todsünden mit ihren neuzeitlichen Adäquatismen aus der Netzwelt.

[embed]https://www.youtube.com/watch?v=N5MUVUOQXJM[/embed]

Informativ, und am Ende süß, als beim Angebot der "Sündenvergebung" Lauras Schwester Lena sich zu ihrem Neid bekannte. :)

Da ich an Tag 1 bereits gelernt hatte, meine Sessionplanung im Zweifelsfall besser zu ignorieren, setzte ich mich herzlich uninformiert in "I predict a riot!" von Hannah Fry. Ich sollte das öfter so machen.

[embed]https://www.youtube.com/watch?v=ROnjZDdt8O8[/embed]

Der Vortrag war zwar als "für Fortgeschrittene" markiert, tatsächlich atmeten einige Besucher schwer, als Hannah beim Aufzeigen der Ähnlichkeiten von Krankheitsverbreitungen und der Ausbreitung der "London riots" mal eben ein paar voluminösere mathematische Formeln auf die Leinwand zauberte. Für mehr Beiträge mit derart Tiefgang in der Zukunft! <3

Der Tag wurde noch besser: Felix Schwenzel und sein Vortrag "Wie ich lernte, die Überwachung zu lieben" hatten die Gnade der späten Verplanung nahe am Ende der re:publica - so konnte er auf Äußerungen und Diskussionen der letzten zwei Tage bereits eingehen und nahm das direkt in seine Session auf.

[embed]https://www.youtube.com/watch?v=J-tgi5WV7LE[/embed]

Unvergessen sein Vergleich, den er für die Herstellung eines Öffentlichkeitsinteresses vornahm: Der Vorschlag, der NSA-Untersuchungsausschuss möge Edward Snowden in Deutschland befragen und gerade wegen der Androhung des juristischen Gutachtens, dass die Bundesregierung(!) ungefragt und unbeauftragt an die Mitglieder des UA verteilte - in dem es heißt, dass sich strafbar mache, wer Informationen von Snowden annehme) - in die USA reisen und sich bei der Einreise geschlossen verhaften lassen.

Das wären Bilder.

Kein tl;ds. Ansehen. Inklusive toller letzter Folie.

Schließlich entschied ich mich, begeistert über die unverhofften Inspirationen der spontan besuchten Sessions, auch für die letzte Veranstaltung gegen meine ursprüngliche Planung, die mich zu Eva und dem "Entlieben in Zeiten des Internets"geführt hätte.
Stattdessen widmete ich "The Amish Futurist and the power of buttermilk".

[embed]https://www.youtube.com/watch?v=t1qvV9Rc73w[/embed]

Die beste Session der re:publica, aufgespart auf den letzten Slot. Eine andere Perspektive einzunehmen, so anders als das, was mein Leben ausmacht. Eine, die hinterfragt, ohne zu verurteilen.

Es mag etwas heißen, wenn ich während einer Stunde voll von begeisternden Eindrücken des bisherigen Tages das Twittern komplett einstelle und nur eines bekunde:

[embed]https://twitter.com/TZPazifist/status/464432625793630208[/embed]

Um ehrlich zu sein: Ich war beim "Goodbye", ich sang die Bohemian Rhapsody, ich freute mich, verabschiedete mich - aber in meinem Kopf kreiste der Gedanke um die unaufgeregte, unaufdringliche und vielleicht gerade deswegen so wirkungsvolle Art des Hinterfragens der letzten Session. Und auch heute, knapp drei Wochen später, kann ich dieses Gefühl wieder abrufen, wie auf Knopfdruck, ich brauche das Video nicht mal zu sehen. Daran zu denken reicht.

Mein Abschied war kurz: Ein fixes Abschiedsbier mit Nathan, Julia, Scotty und caha42 und ein kurzes Wahrnehmen des LinuxTags, der parallel am Donnerstag begonnen hatte. Ich stand noch immer neben mir. Aber zumindest funktionierte ich insoweit, als dass ich den meiner Gastgeberin versprochenen Abend nicht verpeilte.

Gegen halb neun in Neukölln angekommen, machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant, um uns endlich auszutauschen - schließlich hatten wir uns bereits ein Dreiviertel Jahr nicht mehr gesehen und gesprochen, von den 5 Minuten in der Nacht meiner Berliner Ankunft mal abgesehen.
Ein kleiner, einfacher, ehrlicher und sympathischer Italiener bot uns Ruhe, Essen und ein umfassendes 4-Gänge-Menü in dreieinhalb Stunden wundervollen Miteinanders.

Rebekka

Danke, meine Süße. <3 Ich freu mich auf euren Gegenbesuch in Hamburg!

Das Ergebnis des wunderbaren, ausgiebigen Erzählens war abzusehen: Knapp fünf Stunden Schlaf.

Der finale Kaffee, melancholisch-zuversichtlicher Abschied in der klassischen Post:publica-Depression, spricht für sich

[embed]https://twitter.com/TZPazifist/status/464649090224369665[/embed]

Was bleibt?
Zuerst einmal das Bewusstsein, dass etwas "Klick" gemacht hat. Ich habe Energie, ohne dass ich recht beschreiben kann, woher ich sie nehme. Zuversicht, dass sich der Kampf für Freiheit, sei es im Netz für dessen Neutralität, für mehr Gleichberechtigung, für eine Transparenz der unsäglichen Machenschaften unserer Regierung im Umgang mit dem NSA-Skandal, und für eine dem Menschen dienende Wirtschaft statt der Wirtschaft dienenden Menschen lohnt.

Die Missed Sessions: Zu viele. Dazu gehören besonders: "Burnout & Broken Comment Culture", "Wikileaks, Manning & Snowden", "Zahnbürste oder Longboard!", aber auch "Into the wild - nicht mit mir!", "Catch me if you can - Ephemere Profile und flüchtige Accounts" und "Wildnis in der Wildnis: Digitaler Aufbruch an unseren Schulen" (Links Youtube).
Und weil's kein Lammsbräu gab, besorgte ich kurzerhand welches, um mit der Schuldigen anzustoßen, die mich zu meiner ersten re:publica 2013 überredete: der lieben Textzicke.

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Eine sehr konkrete und sichtbare Konsequenz der re:publica 2014 wird es auch geben: Mit Sandra werde ich - frei nach Lobos tatsächlich konstruktiver Idee zur Verbesserung der Sichtbarkeit - in Hamburg unsere Bundestagsabgeordnete besuchen. Und nicht nur das: Wir werden darüber berichten und ein Blockstöckchen eröffnen, um dies in unseren Kreisen zu erweitern. Lässt uns ihnen deutlich machen, was wir von der aktuellen Politik unserer Regierung halten!

Ich danke darüber hinaus all denen, die als Bekannte, alte und neue Freunde und <3-Menschen die #rp14 zu dem für mich machten, was sie war und ist: unvergesslich.
Danke Anke, Ina, Jenny, Peter (obwohl er gar nicht auf der re:publica selbst war), Julia, Nathan, Daniel, Steffi, Mama Notes, Andreas, Su, Michaela, Petra, Christiane, Debbie, Andrea, der Andrea ihr Daniel, Piri, Zicki, Kati, Rebekka, Torsten, Max, Mirko, Torsten, Sandra. (Und ich hab garantiert Gedächtnislücken.)

Und neben all denjenigen, mit denen ich Zeit verbringen konnte, gibt es auch die, die ich leider persönlich verpasst hab:
Gianna, Anne, dat Küstenkind, und Nele. Was nicht ist, kann ja noch werden. ;)

Bleibt nur noch eines zu sagen: Du hast gefehlt, Special Herzgast all the time: Unsere Schnips. <3

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Samstag, 24. Mai 2014

TTIP im Kleinen: Schriftwechsel mit einem Bekannten

"Hallo *,

mit Schrecken habe ich von Eva* vernommen, dass McDonalds kein Gen-freies Hähnchenfleisch mehr anbieten will oder besser gesagt kann. Dabei wird von den Medien die Preisfrage in den Vordergrund gestellt. Das muss man wahrscheinlich relativieren. Denn meine Recherchen haben ergeben dass der Geflügelverband aus dem Gentechnikmoratorium ausgestiegen ist - weil die Bedingungen für Gentechnik-freie Futtermittel angeblich nicht einzuhalten sind. Probleme gibt es vor allem durch Kreuzkontamination und die Reinigung der Maschinen, Lager und Transportmittel. In wie weit Demeter und Co. dem etwas auf Dauer entgegensetzen können, ist fraglich.  Damit sind  - ausser bei selbst erzeugten Geflügelprodukten a la Schmidt*[uns beiden bekannte Familie] - wohl bald keine gentechnikfreien Eier oder Geflügelfleischwaren auf dem deutschen Markt erhältlich. Das Biosiegel für solche Waren wird dann wohl auch bald der Vergangenheit angehören. Ich habe schon festgestellt, dass es bei Lidl eine Knappheit bei Bioeiern gibt - fast immer vergriffen. Wir haben leider keine Möglichkeit an selbsterzeugte Eier zu kommen. Ob andere Fleischwaren davon auf Dauer ausgenommen bleiben, wage ich zu bezweifeln, selbst Veganer werden dann Probleme haben, wenn Sie ihr Gemüse und Obst nicht fern aller anderen Landwirtschaft selbst erzeugen. Die Bienchen und der Wind können die Pollen nicht sortieren, wenn sie einmal in Verkehr gebracht wurden und das wurden sie bereits nicht nur in Brasilien, sondern auch in Deutschland.
Angehängt die Erklärung der Deutschen Geflügelwirtschaft. Sie kriegen uns auch ohne Freihandelsabkommen ...

Liebe Grüße

Adam*"

Meine Antwort darauf:

"Lieber Adam,

ich danke dir für deine Mail.
McDonalds bietet keine gentechnikfreien Geflügelprodukte an. Stimmt.
Das ist auf der einen Seite verständlich, weil bei den Abnahmemengen und der Vielzahl an Lieferanten, die sich bei einem derartigen Franchise-Betrieb zwangsweise ergeben, eine entsprechende Belieferung nach einer solchen Mitteilung des Bundesverbandes der Geflügelwirtschaft gentechnikfrei aufrecht zu erhalten. Auf der anderen Seite hat McDonalds eine Marktmacht, die - bei entsprechendem Willen - auch einen entsprechenden Druck aufbauen können.
Letztlich ist es eine Frage der Preisgestaltung - natürlich lassen sich gentechnikfreie Produkte auch in Masse sicherstellen, wen man bereit ist, den entsprechenden Preis dafür zu zahlen.

Letztlich stehen in der Futtermittelwirtschaft - im Gegensatz zur Lebensmittelwirtschaft - knallharte Überlebenskämpfe der Erzeuger im großen Rahmen auf der Alltagsordnung. Da es keinerlei direkte Beziehungen zum Verbrauchermarkt gibt, gibt es entsprechend auch wenig Alternativen. Und wenn's in gesättigten Märkten der Produkte, die damit gefüttert werden sollen, um Konkurrenzfähigkeit geht, ist Stand heute die Wunderwaffe der ersten Wahl noch immer - der Preis.

Das gilt im Speziellen für den deutschen und den amerikanischen Markt; die Italiener, Spanier aber auch die Franzosen ziehen langsam nach.
Interessanterweise sind gerade Länder mit entsprechendem Bildungsstand und den dazugehörigen Bildungsinvestitionen diejenigen, in denen zum Beispiel die transparenteren Kennzeichnungspflichten herrschen (vorzugsweise die skandinavischen, siehe z.B. Dänemark [Hygieneampel]).

Lebensmittel kosten dort mehr, Discounter haben traditionell einen schweren Stand (nicht umsonst ist Lidl Norwegen nach mehreren Jahren Betrieb wieder aufgegeben worden) und die Kontrollen und Transparenzregeln sind rigoroser. Es geht - auch auf Seiten der Firmen - wenn man nur will.

Da auf Gewinnmaximierung orientierte juristische Personen (sprich: Firmen) weder Moral noch Ethik als Geschäftsziele definieren (von wenigen Ausnahmen abgesehen), ist auf eine Freiwilligkeit bei Veränderungen nicht zu hoffen. Dass lobbyistisch durchsetzte Politiknetzwerke schwerlich Veränderungen vorantreiben, ist ebenfalls absehbar. Geflügelverbände, die von aktiven CDU-Mitgliedern und ehemaligen schwarzen Landwirtschaftsministern [korrekter ist: Staatssekretären in schwarzen Landwirtschaftsministerien] geführt werden, sind auch nicht gerade diejenigen, auf die man Hoffnungen setzen muss. Da geht's nicht ums Wohlergehen der Kunden oder gar der Tiere, da geht's um Rendite.

Es liegt - wie meistens - am Verbraucher. Kleine, lokale Erzeuger mit transparenter Lieferkette, unverarbeitete Lebensmittel, Vermeidung von werbungsindizierten Impulskäufen - es ist eine konstante Züchtigung des inneren Schweinehunds, die das erfordert. Und damit etwas, was durch die mangelnde Vermittlung von grundsätzlichen Werten vorsätzlich gemindert wird, um das System der Wirtschaft nicht zu gefährden.

Es ist und bleibt damit Aufgabe des Einzelnen, sich dem zu entziehen. Aufgeben ist keine Option.

Liebe Grüße,
Steffen"

Foto: Emma Rothaar / flickr.com / CC BY-NC-ND 2.0
Foto: Emma Rothaar / flickr.com / CC BY-NC-ND 2.0

*Namen geändert

 

Freitag, 23. Mai 2014

Eine von mehr als 6000 re:publicas - Teil 3/4

Mit zarter Verzögerung, aber nicht weniger herzlich - Tag 2 meiner re:publica.

Nachdem die ersten zwei Tage bereits zarte Schlafzeitenkürzungen produzierten, entschloss ich mich gewissermaßen unfreiwillig (wegens Verschlafen und vorherigen Einkäufen) zu einem Spätstück mit Spiegelei und Lachsbrötchen in Klein Hamburg. Kilo Jogurt, Äpfel und Meerrettich inklusive. Das Rahmenprogramm mit Jenny und Ina aus meiner "Hamburger Bezugsgruppe", wie ich sie liebevoll nenne, war toll, einzig bissi spät war's.

https://twitter.com/TZPazifist/status/463971523208810497

Nachdem ich also die schon bei der #rp13 bewunderswert kluge Teresa Bücker verpasst hatte, versuchte ich, noch einen Platz bei Yasmina Banaszczuk und ihrer Session "Get real, Netzgemeinde" zu ergattern. Darin erörterte sie, was tatsächlich bei den Jugendlichen heute so "abgeht" und wie sehr sich die Sozialisierung z.B. bei Tumblr von den "Haterthreads" in für Online-Kanäle "klassischen" Foren unterscheidet.

Leider kein Video, weil die kleineren Stages nur per Audio mitgeschnitten wurden. Der stark überfüllte Raum zeigte jedenfalls, dass der Vortrag locker eine der großen Räume hätte füllen können. Ich empfehle das Nachhören trotzdem.

Weiter zu "Bye Bye Gatekeeper - Wer setzt die Themen?" Hier  diskutierten Anne Wizorek und Kübra Gümüşay am Beispiel von #aufschrei und #schauhin als Hashtags auf Twitter darüber, wie sich Themen auch in den etablierten Medien platzieren lassen.

https://www.youtube.com/watch?v=I2cawQ5oim0

Vom "Tod und Geburt der Gegenwartsliteratur" bekam ich nur am Rande mit, als ich mich zwecks Sozialisierung auf dem Hof der STATION befand. Spätestens, als ich von "erschütternd unterkomplexen" Konstrukten auf Twitter las, spurtete ich fix rüber, da ich ein großes Herz für Sprachakrobaten habe, die derart poetisch über vermeintlich trockene Dinge (aus meiner bescheidenen Sicht) berichten.

https://www.youtube.com/watch?v=LnlmgWPfE9U

Es mag etwas spezieller sein, sehr für Literaten zugeschnitten, aber eben auch sehr informativ. :) Ein spätes Dankeschön also an Elisabeth Michelbach. (Und an Julia, deren Tweet mich spurten lies.)

Im Anschluss ging's für mich gleich zu "VDS für Anfänger und Fortgeschrittene", bei dem es um die Möglichkeiten mit und gegen das kontinuierliche Tracking ging.

https://www.youtube.com/watch?v=NXOJSs_0Qa8

Vermutlich ist es bereits weitgehend bekannt, trotzdem ist die mediale Aufbereitung der Metadaten von Malte Spitz in der "Zeit" immer noch sehr deskriptiv und zeigt eindrücklich, was man daraus ableiten kann. So richtige Alternativen oder Maßnahmen fehlten in der Konsequenz, aber das könnte daran liegen, dass es keine gibt...

Lange vorher geplant und auch aufgesucht habe ich schließlich "Die digitale Agenda" Die prall gefüllte Stage 2 zeigte sehr eindrucksvoll, dass "die Politik" sehr wohl eine wichtige Komponente in der Aufmerksamkeit der Besucher der re:publica ist.

https://www.youtube.com/watch?v=AMTnO5kzoaI

Anschauen: Keine leichte Kost, keine klaren Statements, ist aber auch keine leichte Materie. Meine Quintessenz:

https://twitter.com/TZPazifist/status/464046190258954242

Nach dem Vortrag blieb ich gleich im Raum, weil es anschließend um "Youtube & the News" ging. Das war keine billige Videoshow, sondern eine ernsthafte Unterhaltung mit drei Youtubern. Von deren Followerzahlen (jenseits einer Million) waren selbst die gestandendsten Bloggern im Raum, die ehrfürchtig ruhig waren, merklich beeindruckt.

https://www.youtube.com/watch?v=8i7aU3K-lOw

Wie genau News auf Youtube funktionieren und nach welchen Kriterien News ausgewählt und mit welchen Mitteln rübergebracht werden, darüber berichten LeFloid, Fräulein Chaos und MrTrashPack.

Die gesamte Stunde habe ich meine volle Aufmerksamkeit der Runde gewidmet und gerade mal zwei Statements von mir gegeben:

https://twitter.com/TZPazifist/status/464057580034457600

https://twitter.com/TZPazifist/status/464058316256464896

Schaut es euch an. Unbedingt. Gern auch zwei mal.

Mein Finale des Tages war eine Stunde Crash-Kurs: "Programmieren für Nullcheckerbunnys". Man könnte meinen, als studierter Wirtschaftsinformatiker sei ich doch gewiss in der Lage, zu programmieren, aber ehrlich gesagt bin ich zu doof dazu. Deswegen überlasse ich das auch beruflich lieber denen, die das richtig gut drauf haben.

Mit Kathrin Passig und Anne Schüssler (die den Raum pädagogengerecht mit dem Flüschderfuchs zur Ruhe brachte) waren zwei begnadete Vermittler entwicklungstechnischen Wissens angetreten, die Lust auf's Programmieren zu wecken. Und ganz ehrlich: Das haben sie getan. Allein das Bloggen über die #rp14 hält mich aktuell noch davon ab, mich an einer Weinverwaltungsapp für's iPad zu versuchen. :)

https://twitter.com/TZPazifist/status/464098421255974915

Der Abend bei der STATION endete dann bereits 18:30 Uhr für mich und einige weitere, da Peter als durchreisender Gast und todsicherer kulinarischer Erfolgsempfehler eine spezielle #rp14-Dinner Runde in der Peking Ente Berlin organisiert hatte, für die die Chefin des Restaurants eigens Spezialitäten mit mehrtägiger Vorbereitungszeit kredenzen wollte.

(Hier, liebe Lesenden, fehlt mir ein Foto von dem wundervollen Essen. Ihr habt nicht zufällig eins für mich? :) )

Ein rundum gelungener Abend, an dem ich mich unter anderem anregend mit Michaela und Petra unterhielt. Und besonders die Session über die News bei Youtube hinterließ in meinem Kopf nachhallende Wirkung. In der Diskussion mit Michaela, ihres Zeichens Mitglied der schreibenden Zunft, erwähnte ich ihr gegenüber meine zugegebenermaßen steile These des beständigen Rückgangs gedruckter Informationsübermittlung:

"...Wir kommen als Menschen aus einer jahrtausendealten Tradition der Wissensvermittlung durch 'Geschichtenerzählen'. Diese für uns natürlichste Form der persönlichen Wissensweitergabe hatte aufgrund des begrenzt ansprechbaren Kreises an Personen natürliche Grenzen, so dass sich Wissensvermittlung auch jenseits von Erzählern ihre Ausdrucksform in Form von Schrift entwickelte. Das breitere Wissen und die stetig wachsenden Zielgruppen konnten durch die Erfindung des Buchdrucks und die sukzessive Verbreitung von Wissen auf diesem Weg bedient werden.
Inzwischen bietet die verfügbare Technik die Möglichkeit mittels Video und weltweiter Verbreitung über das Internet die 'Erzähler' in ihrer ursprünglichen Form wieder Wissen verbreiten zu lassen, nur diesmal auch größeren Kreisen von Publikum. Die Entwicklung der Wissensvermittlung geht also wieder hin zu dem, woher sie kam: Zum gesprochenen Wort des 'Erzählers'. In dem Kontext sehe ich auch auf Dauer für das gedruckte Wort keine fantastische Renaissance aus der aktuellen Krise, sondern ein Fortbestehen in der stabilen Nische der Fantasie von Menschen, die weiterhin gern lesen werden."

(Vielleicht sollte ich diese These mal ausführlicher in einem eigenen Blogbeitrag verarbeiten.)

Nach einem köstlichen Dinner mit wundervollen Menschen, von denen ich einen guten Teil vor dem Essen noch gar nicht kannte, blieb nur noch eine Frage: #tassebier oder Glas Wein in Klein Hamburg?

Die Ausführlichkeit der Verabschiedung schließlich lies schließlich Option 1 obsolet werden, und so entschieden wir uns, noch auf ein Glas Wein abzusteigen und im verkleinerten Hamburger Kreis den zweiten Tag der re:publica zu verdauen.

Nach dankenswertem Heimfahrservice mittels car2go bettete ich also zufriedener, gesättigter, müder und später als an Tag 1 mein Haupt in das Bett meiner Gastgeberin, deren Antlitz ich seit 3 Tagen Berlin bis dahin ca. 5 Minuten gesehen hatte und sollte bis zum Wecker für Tag 3 knappe fünf Stunden Schlaf finden.

 

Donnerstag, 22. Mai 2014

Marktwirtschaft

Gleiches Produkt, gleicher Preis, Gleiche Zutaten, gekauft im gleichen Markt, Versatz: 1 Jahr.

image



Halbe Menge.

PS: Die weniger scharfen Sorten gibt's - zum gleichen Preis - in der bisherigen Verpackungsgröße.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Empathie

Das Ding mit den Hormonen in der Schwangerschaft schreibt der Volksmund ja gern den Schwangeren zu.

Was weniger bekannt ist, sind die emotionalen Schwankungen, die werdende Väter zur gleichen Zeit erwischen können. Vielleicht bin ich ja auch nur eine extrem empfindsame Ausgabe meines Geschlechts, aber sei es drum: Auch ich bin schwanger.

Das fängt an bei den extremen Stimmungsschwankungen: Wenn mir etwas nicht passt, dann nehme ich das neuerdings schnell persönlich. Ich überreagiere aggressiv, schnappe ohne ersichtlichen Grund zu. Ausgeglichenheit geht anders.

Was negativ geht, geht natürlich auch positiv: Vorhin juchzte ich vor Freude, als ich die Mitteilung bekam, dass jemand, die mir zutiefst sympathisch ist, in Kürze eine Würdigung erfährt, die auch einer nicht unerheblichen Öffentlichkeit bekannt werden wird. (Mehr kann ich jetzt erst mal nicht sagen, dazu aber in Kürze mehr. ;) ) Aber unabhängig davon: Ich juchzte. Etwas, dass ich, besonders auf der Arbeit, bisher so noch nie gemacht hatte. (Und jede/r, der/die weiß, wie sehr ich Absolutismen verabscheue, weiß, dass ich kein Freund von Übertreibungen bin.)

Auch vor plötzlichen Heißhungern bin ich nicht gefeit: Mein holdes Weib Anne ist äußerst amüsiert darüber, dass ich noch schneller als sie zwischen Bismarckheringen und Erdbeeren, Bratklops mit Senf und frisch gepresstem Orangensaft wechseln kann.

Geht's unserer Tochter schlecht, geht es mir schlecht. Lacht sie, rinnen mir Freudentränen herunter.

Als schließlich vor kurzem eine Mitschwangere aus einem Forum, in dem Anne aktiv ist, bereits kurz vor der 20. Schwangerschaftswoche Fruchtwasser verlor, war lange Zeit unklar, ob und wenn ja was und wie möglich wäre, um das nach wie vor wachsende und sehr lebendige Kind im Bauch der Betroffenen zu retten. Ihre Berichte über diesen Werdegang, die langsam schwindende Kraft und das schließliche Ende von Hannah, die vor zwei Tagen mit 450g und 22cm Länge geboren wurde und kurz nach der Geburt verstarb, raubten mir Schlaf und Nerven, und als ich schließlich die Nachricht erhielt, war es um meine Beherrschung auch öffentlich geschehen. Morgens auf dem Weg zur Arbeit, still aus dem Fenster des Busses sehend, liefen mir einfach nur noch Tränen die Wangen herunter. Die letzten Minuten Fußweg waren eine wundervolle Erleichterung, der Wind im Gesicht, der die Tränen trocknete.

An dieser Stelle: Kithkin, Hannah - jeden Tag.

Da hört es nicht auf. Egal, ob ich Unsicherheit bei meinen Azubis spüre, die unterschwellige Abneigung der Bahnmitfahrerin gegenüber, als sich ein sie ungeniert musternder, nach Alkohol und altem Schweiß riechender Geselle neben sie setzt, die kindliche Freude von Anne über die Ergebnisse der Malerarbeiten - die Empathie läuft auf Hochtouren.

Image

Ich brauch nur dieses Bild meiner - demnächst Großen - ansehen, und schon geht die wilde Gefühlsmixtour wieder los. Und im nächsten Moment will ich gleich wieder zu Twitter, um der jüngst vom Frollein zur Frau mutierten Heike ein Herz und Kraft für die Schwangerschaft und gegen die Krebserkrankung zu schenken.

Vielleicht hält man über dergleichen ja einfach die Klappe und spielt den Coolen, wenn man "ein richtiger Mann" sein will. Diese Klischees sind mir nur eben zuwider und - ganz ehrlich - mir ist es egal, ob sich jemand darüber lustig machen will. Das ist, was ich bin, wie ich bin, und was ich fühle.

In dem Sinne: Eine von Herzen Gute Nacht euch.

Montag, 12. Mai 2014

Eine von mehr als 6000 re:publicas - Teil 2/4

Mit zarten 8,5h Schlaf - in zwei Nächten - startete meine re:publica so gut, wie meine letzte aufhörte.
Während ich 2013 in Wannsee übernachtete, was dem geneigten Berlin-Kenner als "nicht um die Ecke des Gleisdreiecks" geläufig sein sollte, kam ich dieses Jahr in den Genuss einer theoretischen Anreise von unter einer halben Stunde. Theoretisch deshalb, weil ich nicht einen Tag tatsächlich direkt anreiste. Aber das lag an diesem Socializing, was irgendwie zu so Konferenzen wohl dazugehört.

Kurz: Tag 1 startete für mich mit einem Frühstück in der gleichen Kaffeerösterei, der ich bereits am Vortag einen Besuch abstattete. Nur eben diesmal in Begleitung von Anke, einem mindestens ebenso an gutem Essen interessierten Wesen wie ich. :)

https://twitter.com/moeglichewelten/status/463570427013779456

Nach der Eröffnung wollte ich ursprünglich dem Frühstückstief entgegenwirken und mit einem zweiten Kaffee bekämpfen. Das hielt ca. zehn Minuten - dann lockten mich die Tweets von der Stage 1 zu selbiger, um den YESMEN beizuwohnen.

http://www.youtube.com/watch?v=y8bYCIqbryk

Normal bin ich kein Kunstliebhaber. Das soll also was heißen. ;)

Danach ging's für mich weiter auf den Kiez und dessen Journalismus. Als zugezogener Fast-Hamburger (50m hinter der Landesgrenze ist für die Zuständigkeit des Finanzamts vielleicht spannend, für mich genauso wie für mein HVV-Abo aber unerheblich) interessierte mich, inwiefern Lokaljournalismus in Hamburg überleben kann. Mein Fazit: Der Idealismus hält ihn am Leben, die rosige Finanzlage ist es mit Sicherheit nicht.

https://www.youtube.com/watch?v=Iz3naqKqODI

Als nächstes teilte mir meine sorgsam erarbeitete Favoritenliste der heikowi:app mit, ich möge der Elternblogger-Doppelsession von Susanne Mierau und Patricia Kammerata (et al) beiwohnen. Das hatte ich mir mit dem Hintergrund ausgesucht, selbst als Vater eines 17-monatigen Töchterleins meine Erfahrungen teilen zu wollen - inklusive der Erfahrungen, die man als wäscheaufhängender, mit dem Kind täglich durch die Gegend schiebender Papa so alle sammelt. Allein, es kostete Nerven und lies mich mit Puls zurück, was geneigte Leser unter anderem der Frequenz und Tonlage meiner Tweeds entnahmen.

https://twitter.com/TZPazifist/status/463655851124097024

https://twitter.com/TZPazifist/status/463657218005803008

https://twitter.com/TZPazifist/status/463658101678542848

https://twitter.com/TZPazifist/status/463659084387213312

https://twitter.com/TZPazifist/status/463661514273345536

https://twitter.com/TZPazifist/status/463662143788027905

(Das waren nur meine selbstgeschriebenen Einlassungen. Und ich war nicht der Einzige, den das Thema wurmte.)

Mal thematisch unbefriedigt - passiert. Dachte ich. Also weiter zum Sex und dessen Analogie PGP, die der in Fachkreisen nicht gänzlich unbekannte Name Jacob Appelbaum auf die Bühne zu bringen gedachte.

https://www.youtube.com/watch?v=BBgZyV4iltw

tl;ds*: Schütz dich - nicht nur physisch (mit Kondomen), sondern auch im Netz - dort eben mit PGP. Keine umwerfende These, vor allem nicht, wenn die Verletzlichkeit von Verschlüsselungsstandards - auch offenen - durch Heartbleed einen Knacks bekommen hat.

Next. Ich mag Johnny Häusler als Persönlichkeit, seine Authentizität und spätestens seit seinem gemeinsamen Rant mit Tanja bin ich wohl sowas wie ein kleiner Fanboy. Deswegen verschlug es mich auch in seine Session "Sie werden nicht glauben, was sie hier sehen!".

https://www.youtube.com/watch?v=zc9TG22Gdsk

tl;ds: Interaktivität galore, Pullern unter der Dusche spart 4000l Wasser pro Jahr. Das war's. Hm.

Auf zum Lobo. Nach dem letztjährigen Anraunzen des Publikums erwartete beim Titel "Rede zur Lage der Nation" der große Teil des Publikums ein entsprechend episches Konstrukt. Allein, es hieß in der Quintessenz:

- Merkel ist doof
- die SPD ist unsere letzte Rettung
- Gebt Geld! (für die Lobby der Netzneutralitätsverteidiger)

Ich möchte es kurz fassen:

https://twitter.com/Autofocus/status/463715308898091008

Wer Yasmina nicht kennt, ihre Geschichte mit der SPD, ihre Überzeugungen in Bezug auf den Kampf ums Netz etc. - mag es nachlesen. Das würde hier zu weit gehen.

Mein Frustpegel war mit den Kindergartenansprachen über Bekassinen erreicht.

An dieser Stelle kommen diese "Gespräche" ins Bild, die so eine Konferenz retten können. Anfänglich mit Julia, später dann zusätzlich mit Ina und Sandra. Letztere erwähnte kurz, dass ihre nächste - und letzte Session für den Montag - "Unsinn stiften" hieß. Meine sorgfältig recherchierten Sternchen in meiner #rp14-Planung sagten mir etwas anderes, und in dem Moment blühte mir, dass gerade diese Planung Schuld an meiner Unzufriedenheit war - ich hatte Erwartungshaltungen aufgebaut.

Kurzerhand entschied ich mich für die gleiche Session. Und wurde für die - aus meiner Sicht - bisher durchwachsene Auswahl an Sessions entschädigt.

https://www.youtube.com/watch?v=vGhopIKGvR8

Dazu gibt's auch kein "tl;ds:", das empfehle ich euch in ungekürzt. :)

Die (vermeintlich) letzte Diskussion des Tages schließlich hieß: "Wo kriegen wir Wein her?

https://twitter.com/TZPazifist/status/463748711189721088

Nach sachdienlichen Hinweisen von @journelle fanden wir, wonach wir suchten. Gleichwohl blieb die Party in der Stage 1 irgendwie unklar auf dem "könnte bald losgehen"-Niveau und führte dazu, dass ich kurz vor 11 abends verhältnismäßig früh den Campus verlassen wollte.

Und es auch tat. Nur eben das mit dem Ausschlafen erwies sich als Trugschluss, erwischte mich doch auf dem Weg zur U-Bahnstation mein Cousin, der mir ursprünglich eine Übernachtungsmöglichkeit angeboten hatte: "Meine Spätschicht ist durch. Wollen wir noch auf ein Bier?"

Gesagt, getan: Nachdem ich den ganzen Tag das mit dem Essen fast vollständig erfolgreich verdrängt hatte, insistierte ich vor dem zugesagten Bier noch auf den Genuss des leckersten Döners, den ich mir zu dieser Stunde vorstellen konnte. (Berlin, ich liebe dich. Der war tatsächlich nicht nur des Hungers wegen geil, sondern auch einfach nur frisch, toll und lecker.)
Und danach ging's dann doch noch bis zwei Uhr morgens in die Ankerklause mit Familientratsch und einem versöhnlichen Tagesausklang nach der anfänglich nicht so sonderlich glücklichen Sessionwahl.

Und wie immer in Berlin blieb im Wesentlichen nur eines auf der Strecke: Der Nachtschlaf. Aber ihr kennt das ja mit den Prioritäten. ;)

Und schließlich, knapp 5 Stunden später, brach schließlich schon Tag 2 an, den ich frühstückstechnisch ebenfalls bereits verplant hatte. Aber dazu mehr im in Kürze folgenden Post!

 

 

*too long; didn't see - die Analogie von Bloggern für Youtuber. ;)

Freitag, 9. Mai 2014

Eine von mehr als 6000 re:publicas. Mein Rückblick auf die #rp14 - Teil 1/4

Wo anfangen?

Diese Berichte werden persönliche, schon allein deshalb, weil's gar nicht anders geht. Jeder Besucher hat bei der Anzahl möglicher Kombinationen und Auslassungen von Sessions mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seine eigene re:publica erlebt. (Von den Gesprächsmöglichkeiten ganz zu schweigen - für manche sind genau die ihre re:publica.)

Meine jedenfalls begann bereits am Montag, da ich mich als "Helping Hand" zur Verfügung stellen wollte, um die Veranstaltung auch mal hinter der Kulissen erleben zu können. Nach meinem ersten Beiwohnen einer "Social Media Konferenz" anno 2013 - meine erste re:publica - wollte ich mehr als nur das Event selbst erleben. So fand nach der Bestätigung als Helfer das bereits letztes Jahr erworbene Early Bird Ticket erwartungsgemäß fix einen Abnehmer.

Für ein Frühstück am Montag morgen nach der pünktlichen Ankunft in Berlin tat ich, wie mir geheißen und suchte mir statt der Standard-Läden am Hauptbahnhof ein Kaffee in den Querstraßen des KuDamms und wurde mit der Berliner Kaffeerösterei fündig.

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Vor 12 schon an der STATION angekommen, obwohl meine Schicht erst um 13 Uhr beginnen sollte, machte ich erst mal in wenig Datenpflege: Einen Foursquare-Eintrag für die #rp14 anlegen und einchecken.

Was folgte, waren neuneinhalb Stunden Aufbau und, ab 4, Akkreditierung. Da dieses Jahr zum ersten Mal bereits Montags ein Check In möglich war, wusste noch niemand so genau, wieviele es denn werden würden, die sich bereits akkreditieren lassen. Fakt ist: bereits halb vier hätten die ersten gern.;)

https://twitter.com/TZPazifist/status/463313731641167872

Gegen halb 10 war die Arbeit geschafft, die Akkreditierungsschalter wieder verräumt und kurzfristig entschied ich mich gegen ein Bier mit meiner wundervollen Hamburger Twitterbezugsgruppe und stattdessen dafür, jemandem ein Ohr, meine Aufmerksamkeit und meine Sicht der Dinge zu schenken. Manchmal braucht es das dringender als einen Gerstensaft unter Freunden.

Die Nacht kurz, die Vorfreude groß: Tag 1 startete für mich mit einem pre:publica-Frühstück, wieder in der Kaffeerösterei, diesmal mit Verstärkung. Doch dazu mehr im nächsten Post.

In Kürze! :)